Raum Frankfurt
Über Mia
Mia sucht dringend ein neues Zuhause. Dort, wo sie jetzt ist, kann sie leider nicht bleiben. Ihre Besitzer, die sie vor fünf Monaten adoptierten, haben Mias Bedürfnisse scheinbar unter- oder falsch eingeschätzt. Diese bildhübsche Hündin ist eine Seele von Tier. Ihre Menschen sind ihr das Allerwichtigste.
Als sie das erste Mal ihr Zuhause verlor, damals noch auf Teneriffa, brach ihre Welt zusammen. Nach ihrem Aufenthalt bei uns im Tierheim, der für sie sehr schlimm war, holte ihre neue Familie sie nach Deutschland. Leider verliert sie nun schon wieder ihre Menschen. Wir möchten uns gar nicht vorstellen, was das in ihr anrichten wird.
Was sie neben ihren Zweibeinern aber auch unbedingt braucht, um ausgeglichen zu sein, ist viel Beschäftigung, sowohl für ihr süßes Köpfchen als auch ihren Körper. Sie hat so viel Energie, dass zwei oder drei Spaziergänge am Tag keinesfalls ausreichen. Sie braucht mehr, um zufrieden zu sein, viel mehr.
Möglicherweise führte diese Unausgeglichenheit in Kombination mit nicht genügend Struktur und klarer Führung dazu, dass sie in den letzten Wochen anfing, zu schnappen, auch nach den Kindern. Damit war ihr Schicksal leider besiegelt. Nun muss sie schnellstmöglich den Haushalt verlassen.
Deshalb suchen wir für Mia dringend Menschen mit viel Hundeverstand, Liebe, Geduld und Einfühlungsvermögen, die aber auch klare Signale geben und Grenzen setzen. Außerdem müssen ihre Zweibeiner viel Zeit und Lust haben, sie täglich auszulasten, und das über das „normale Maß“ hinaus. Hundesport, viel Kopfarbeit und körperliches Auspowern sind für Mia lebenswichtig.
Unten finden Sie zwei Charakterbeschreibungen über Mia, die erste stammt von den aktuellen Besitzern, die zweite aus der Zeit im Tierheim bei uns auf Teneriffa. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und lernen Sie diese Herzenshündin im Raum Frankfurt kennen. Wenn Sie sicher sind, dass Sie Mia ein Zuhause auf Lebenszeit schenken können und möchten, dann melden Sie sich dringend bei uns. Jeder Tag zählt!
Beschreibung aus Mias Tierheim-Zeit
Notfall Mia sucht ganz dringend „ihre“ Menschen! Bei uns im Tierheim ist sie totunglücklich. Sobald sie die Aufmerksamkeit ihrer Zweibeiner bekommt, ist sie happy. Sie überdreht dann ziemlich und ist außer sich vor Freude. Das geht wirklich ans Herz. Sie kann auch richtig frech und wild werden – auf eine sehr süße Art! Sie spielt unheimlich gerne, hat extreeeeem viel Energie und ist sehr freiheitsliebend. Eingesperrt zu sein, fällt ihr sehr schwer.
Als sie von ihrer Familie bei uns abgegeben wurde, litt sie Höllenqualen und ganz furchtbar unter der Trennung. Sie war es offensichtlich auch überhaupt nicht gewöhnt, eine Weile ohne ihre Bezugspersonen zu sein – was im Tierheim aber ja leider nicht ausbleibt. Jedes Mal, wenn wir sie alleine in ihrem Gehege zurückließen, weinte sie bitterlich – das tat uns unheimlich weh.
Ihre Familie gab sie übrigens nicht leichtfertig und nur unter vielen Tränen ab, weil sie einfach keine Bleibe mit Hund fanden. Auf Teneriffa ist das wirklich ein großes Problem.
Wann immer sie im Tierheim die Möglichkeit hatte, kletterte Mia über 2,5 m hohe Zäune, nur um bei uns sein zu können. Deshalb mussten wir sie „strafversetzen“ – in ihrem neuen Freilauf war das obere Ende des Zauns angeschrägt und vergittert, sodass ihr ihre Kletterkünste hier leider nichts nutzten. Dort sollte sie lernen, auch mal das Alleinsein auszuhalten, auch wenn es uns das Herz brach. Mit anderen Hunden konnten wir sie zu der Zeit noch nicht zusammensetzen, weil sie bei Ankunft unkastriert und gerade läufig war.
Als wir dann die Möglichkeit hatten, Mia bei einem Hundetrainer unterzubringen, nutzen wir diese Chance sofort. Denn dort hatte sie viel mehr Kontakt zu ihren Menschen als bei uns im Tierheim. Sie braucht Zweibeiner wie die Luft zum Atmen. Dort lebte Mia einige Zeit und lernte auch den Umgang mit Artgenossen kennen. Scheinbar hatte sie in ihrer früheren Familie kaum Kontakt zu anderen Hunden und war mit ihnen ziemlich überfordert. Inzwischen hat sie hier dazugelernt, entscheidet aber dennoch nach Sympathie. Manchmal kann sie unangenehm werden und verteidigt ihre Menschen vor Artgenossen – ob aus Eifersucht oder aus einem Schutzbedürfnis heraus, wissen wir aktuell noch nicht.
Da der Hundetrainer irgendwann den Platz für einen neuen Notfall brauchte, kam Mia schließlich wieder zu uns ins Tierheim … und leidet seitdem extrem. Sie zeigt leider stark stereotypes Verhalten – sie dreht sich minutenlang im Kreis und jagt ihren Schwanz. Es ist einfach nur schrecklich. Sie muss ganz dringend das Tierheim verlassen und ein neues Zuhause finden. Der Tierheimalltag bringt sie um den Verstand ☹.
Mia muss sich unbedingt mehrere Stunden täglich auspowern können. Wir denken da in Richtung „Schlittenhundesport“ o.ä. Das ist nicht übertrieben, sie ist wirklich die kraftvollste, energetischste und anstrengendste Hündin, die wir je kennengelernt haben 😊. Ein Duracell-Hase wie aus dem Bilderbuch. Das bedeutet für die Besitzer gute Nerven, viel Zeit, Kraft und Lust, gemeinsam mit dem Hund extrem aktiv zu sein! Auch alle anderen Hundesportarten, bspw. Agility oder Mantrailing, kämen als Ergänzung in Frage, da sie ein wahnsinnig schlaues Köpfchen hat und sehr, sehr, sehr gelehrig ist.
Mia ist auch sehr sensibel, verkuschelt, lieb, liebebedürftig, anhänglich und emotional, das sollten ihre Menschen im besten Fall ebenfalls sein oder zumindest verstehen.
Mia ist definitiv ein Hund für fortgeschrittene Hundehalter. Wir suchen für sie sehr aktive Menschen mit einem großen Herzen, viel Hundeverstand, Liebe und Geduld. Am wichtigsten ist ihr, dass sie überall dabei sein darf und wirklich ausgelastet wird.
Beschreibung der aktuellen Familie
Zuerst möchte ich sagen, dass Mia im Grunde ein ganz toller Hund ist. Sie hat in den letzten Monaten unglaublich viel gelernt, sie bleibt problemlos mehrere Stunden allein, ist im Alltag lieb, anhänglich und hat ein sehr warmes Wesen. Wir haben sie wirklich ins Herz geschlossen und ich bin dankbar, dass sie die Chance bekommen hat, bei uns anzukommen.
Über weite Strecken lief es tatsächlich richtig gut, gerade deshalb trifft es uns jetzt besonders, dass sich die Situation in den letzten Wochen so anders entwickelt hat. Trotz mehrwöchigem Training und viel Management zeigt sich jedoch, dass ihr die Impulskontrolle in bestimmten Situationen weiterhin schwerfällt. In den letzten Wochen kam es wiederholt zu Schnapp- bzw. Beißsituationen, zweimal auch mir gegenüber und inzwischen zum vierten Mal bei unserem kleinen Sohn, zuletzt heute im Gesichtsbereich.
Nach einem dieser Vorfälle haben wir Mia tierärztlich untersuchen lassen, weil wir zunächst vermutet hatten, dass eventuell Schmerzen oder eine lokale Problematik dahinterstecken könnten (Warnschnappen). Der Tierarzt konnte jedoch keine Ursache feststellen. Die Situationen traten trotz Aufsicht und vorsichtigem Umgang auf und teilweise sehr plötzlich „aus dem Nichts“. Genau diese Unvorhersehbarkeit macht es für uns im Familienalltag mit Kleinkind nicht mehr verantwortbar.
Unser Eindruck ist, dass Mia körperliche Nähe nur dann gut zulässt, wenn für sie wirklich alles passt und dass es uns, trotz Erfahrung und sehr bewusster Führung, schwerfällt, diese Grenze zuverlässig einzuschätzen.
Daten Mia
- Geschlecht: weiblich (kastriert)
- Alter: geb. 01/2023
- Rasse: Mischling
- Gewicht: ca. 20 kg
- Größe: 55 cm
- Ort: 631xx Raum Frankfurt
Wie Mia damals zu uns ins Tierheim kam
Ihre Besitzer mussten umziehen. Da es auf Teneriffa kaum Mietwohnungen gibt, in denen Tierhaltung erlaubt ist, mussten sie die Hündin unter Tränen bei uns abgeben.
















