Tierheim Arche Noah Teneriffa
Über Cinnamon
Die kleine Podenco-Hündin Cinnamon (englisches Wort für Zimt) ist etwa drei Jahre alt und kam hochträchtig zu uns ins Tierheim. Kurz nach ihrer Ankunft brachte sie hier sieben gesunde Welpen zur Welt, um die sie sich liebevoll kümmerte.
Als Cinnamon zu uns kam, war sie zunächst sehr unsicher – sowohl gegenüber Menschen als auch gegenüber der völlig neuen Situation im Tierheim. Inzwischen hat sie sich jedoch deutlich entwickelt und ist bei uns gut angekommen. Gegenüber ihren Bezugspersonen zeigt sie sich mittlerweile sehr offen, anhänglich und ausgesprochen verschmust. Sie sucht die Nähe zu den Menschen, denen sie vertraut, und genießt jede Aufmerksamkeit.
Fremden gegenüber ist Cinnamon noch etwas zurückhaltend. Mit etwas Geduld und vor allem mit ein paar Leckerchen lässt sie sich aber gut aus der Reserve locken. Dann dürfen sie auch neue Menschen streicheln und sie zeigt, dass sie eigentlich eine sehr liebe und freundliche Hündin ist.
Wie sich Cinnamon außerhalb des Tierheims verhält, können wir aktuell noch nicht genau sagen. Bis vor kurzem war sie Vollzeitmama, also rund um die Uhr mit der Betreuung ihrer Babys beschäftigt, und verließ diesen geschützten Bereich nie.
Inzwischen sind aber alle Welpen ausgezogen, sodass sie sich endlich einmal nur um sich kümmern kann. Wir werden sie also in nächster Zeit noch besser kennenlernen und können dann vielleicht auch einschätzen, ob sie den Podenco-typischen Jagdtrieb hat und wie ausgeprägt dieser ist. Allerdings würde dieser alleine schon aufgrund ihrer körperlichen Beschwerden ausgebremst werden, denn sie hat leider einige Baustellen*.
Für diese süße Zimtschnecke wünschen wir uns Menschen mit Geduld und Einfühlungsvermögen, die ihr weiterhin Sicherheit geben und ihr zeigen, wie schön ein Leben als Familienhund sein kann. Mit ihrer sanften, anhänglichen Art hat Cinnamon auf jeden Fall das Potenzial, eine wunderbare Begleiterin zu werden.
* Ende Juli steht ihr eine große OP bevor: Eine alte, falsch zusammengewachsene Fraktur im linken Oberschenkel hat dazu geführt, dass der Knochen um etwa 30 Grad nach außen verbogen ist. Das soll mithilfe individuell angefertigter Schablonen (3D-Planung) operativ korrigiert und begradigt werden. Danach muss sie für längere Zeit ruhiggestellt werden, damit alles gut verheilen kann.
Zudem liegt eine chronische Hüftgelenksluxation in der rechten Hüfte vor, die zu schwerem Gelenkverschleiß (Arthrose) geführt hat. Und sie hat eine Kniescheibenluxation Grad II im rechten Knie.
Unser Tierarzt gab folgende Empfehlung zur weiteren Behandlung: Die rechte Hüfte sollte beobachtet werden. Ein Eingriff ist nicht nötig, solange Cinnamon keine extremen Schmerzen zeigt und ihre Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt ist. Auch das Knie muss weiterhin beobachtet werden – möglicherweise stabilisiert sich die Kniescheibe automatisch, wenn die Fehlstellung an Hüfte oder Oberschenkel korrigiert wurde.
PS: Falls Sie sich etwas ausführlicher über die Rasse Podenco Canario informieren möchten, finden Sie auf unserer Webseite einige Informationen: https://archenoah.de/informationen/wissenswertes/podenco-canario/.
Daten Cinnamon
- Geschlecht: weiblich
- Alter: geb. 01/2023
- Rasse: Podenco Canario
- Gewicht: 14 kg
- Größe: 46 cm
- Ort: Tierheim Teneriffa
- Im Tierheim seit: 01/2026
- Besonderheit: div. orthopädische Diagnosen
Wie Cinnamon zu uns kam
Bei Cinnamon brauchte es einen besonders langen Atem und viel Geduld, um ihr Vertrauen zu gewinnen, denn die kleine Podenca war sehr scheu. Sie lebte auf der Straße und wurde über sieben Monate lang von einer Tierschützerin gefüttert, bevor sie endlich gesichert werden konnte.
Als die Hündin zu uns ins Tierheim kam, war sie hochträchtig und sehr ängstlich. Wir waren ihr nicht geheuer, machten ihr Angst – ihre Blicke verrieten sie. Erst nach vielen gemeinsamen Stunden, gutem Zureden und zaghaften Streicheleinheiten entspannte sie sich etwas.
Ihre Geburt stand noch nicht direkt bevor, aber wir wollten uns gut vorbereiten. Wir mussten wissen, ob alles in Ordnung war und wie viele Kinder sie austrug. Deshalb ging es ab zum Tierarzt. Er untersuchte sie gründlich und zählte sechs Welpen, die bald zur Welt kommen würden.
Letztendlich dauerte es noch knapp zwei Wochen bis zur Geburt. Alles begann relativ normal und zunächst ohne Komplikationen. Welpe Nummer 1 kam zur Welt, Welpe Nummer 2 und 3 folgten kurz danach. Doch dann … Pause, nichts ging mehr. Zwei Stunden lang warteten wir auf die restlichen Geschwisterchen, aber nichts geschah. Cinnamon war fix und fertig und am Ende ihrer Kräfte. Da war es höchste Zeit, in die Notfallklinik zu fahren.
Die Röntgenbilder zeigten noch vier Welpen im Bauch der Hundemama, also ein Welpe mehr als gedacht. Die Ärzte gaben ihr etwas, um weitere Wehen auszulösen und halfen ihr am Ende dabei, ihre restlichen Kinder zur Welt zu bringen. Und sie hat es geschafft! Alle Geschwisterchen waren wohlauf und kerngesund. Deshalb durfte sie am nächsten Tag mit drei Mädchen und vier Jungs die Klinik wieder verlassen.
Cinnamon ist eine ganz süße und wunderbare Hundemutter. Sie hat sich von der strapaziösen Geburt gut erholt und kümmert sich rührend um die Kleinen. Die Welpen wachsen und gedeihen prima an ihrer Seite. Bei uns können sie nun behütet und in Sicherheit ihre ersten Lebensmonate verbringen. Und auch Cinnamon macht uns viel Freude, denn sie fasst immer mehr Vertrauen zu uns und taut auf. Das ist für uns das schönste Geschenk.
Fotogalerie
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