Chiquitin

Tierheim Arche Noah Teneriffa


 

Über Chiquitin

Chiquitin hat schon sehr viel mitgemacht in seinem Leben. Dementsprechend viele Spuren haben diese Erfahrungen bei ihm hinterlassen. Wer diesen Rüden zu sich holt, muss auf jeden Fall viel Hundeerfahrung, Geduld und Verständnis mitbringen. Denn er ist nicht ganz einfach – aber nach dem, was er alleine in den letzten Monaten im staatlichen Tierheim erlebt hat, ist das auch kein Wunder. Und wahrscheinlich ist das nur die Spitze des Eisberges.

Chiquitin ist auf den ersten Blick ein grummeliger und misstrauischer Hund, der Fremde gerne mal anpöbelt und einen auf dicke Hose macht. Wenn er jemanden nicht kennt, lässt er ihn zunächst auch nicht in seine Box. Davon darf man sich aber nicht einschüchtern lassen. Mit Leckerchen ist er grundsätzlich schon einmal zu bestechen und spätestens nach einem gemeinsamen Spaziergang werden Sie möglicherweise „best friends“ 😊. Dann wirft er sich sogar auf den Rücken und lässt sich von Ihnen den Bauch kraulen.

Chiquitin kann aber auch anders: wenn er jemanden nicht leiden kann, beißt er womöglich zu. Wenn er getriggert wird – wobei wir leider die Trigger noch nicht genau kennen – attackiert er leider auch seinen Menschen. Sein Futter verteidigt er ebenfalls ggf. mit einem Biss in die Hand. Generell kann er einfach mit manchen Menschen besser, mit manchen schlechter. Nicht jede Tierheim-Mitarbeiterin kann ihn problemlos in sein Gehege bringen oder von dort holen. Deshalb bekommt er rechtzeitig einen Maulkorb um, anders geht es leider nicht. Das ist auch beim Tierarzt nötig, da er dort ungerne Kompromisse macht.

Wem er seine andere Seite zeigt, sieht einen ganz freundlichen, lieben, anhänglichen und zutraulichen Rüden, der für sein Alter noch recht temperamentvoll, lebhaft und manchmal auch ein bisschen frech ist. Außerdem ist er ein schlaues Kerlchen und sehr gelehrig. Und er schmust auch sehr gerne mit seinem Menschen. Außerdem gibt er Pfote, macht Sitz und lässt sich bürsten.

Grundsätzlich ist Chiquitin leider launisch und wechselt oft schnell zwischen nett und böse. Das ist für künftige Besitzer natürlich schwierig und wir verstehen, dass sich kaum jemand diesen Hund zutraut. Nichtsdestotrotz geben wir die Hoffnung nicht auf, dass es unter Ihnen einen Hundeflüsterer gibt, der diesen Hund knacken und lieben will. 

Aktuell sitzt er bei uns im Tierheim alleine, da seine vielen Bisswunden nur schwer heilen und wir ihm keinen weiteren Stress mit Artgenossen bereiten möchten. Aufgrund seiner vielen schlechten Erfahrungen mit anderen Hunden vermitteln wir ihn auch nur in Einzelhaltung. Vor kurzem hat er zwar mit unserer Enya am Zaun geflirtet, aber echte Hundebegegnungen gab es im Tierheim für ihn bisher nicht.

Wir wünschen uns so sehr, dass Chiquitin endlich ein liebevolles Zuhause findet, das ihn so nimmt, wie er ist, und ihm mit ganz viel Geduld und Liebe an alles heranführt, was wichtig in „unserer“ Welt ist. Denn er hat es trotz allem verdient, endlich irgendwo anzukommen und einfach nur geliebt zu werden. Wir sind sicher, dass er sich zum Positiven weiterentwickeln wird, wenn er nur die richtigen Menschen an seiner Seite hat.

Wenn Sie sich zutrauen, diesen Charakterkopf zu knacken und ihm die Sicherheit geben möchten, die er so dringend braucht, dann melden Sie sich ganz schnell bei uns (06252-66117 oder info@archenoah.de). Wir warten auf Sie!

Daten Chiquitin


 

Wie Chiquitin zu uns kam

Wir holen immer wieder Hunde aus dem staatlichen Tierheim, wenn wir einen freien Platz haben. Diesmal kamen wir wirklich gerade zur rechten Zeit, denn Chiquitin war ein echter Notfall. Der siebenjährige Rüde wurde uns von der dortigen Tierärztin gezeigt, da er voller Bisswunden war und ganz fürchterlich aussah. Er hatte jahrelang mit seinem besten Hundefreund Sergio zusammengelebt. Als dieser vermittelt wurde, zog Chiquitin in eine neue Gruppe. Dort hat ihn das bestehende Rudel fürchterlich zerbissen. Leider passiert das immer wieder, wenn es um die Rangordnung oder das Futter geht. Und auch in der nächsten Gruppe, in die er gesetzt wurde, hatten es die anderen Hunde auf ihn abgesehen. Wir wollten eigentlich nur einen Podenco aus dem Tierheim holen, da unser Partnerverein PodencoWorld Niederlande viele dieser Hunde recht schnell vermitteln kann. Aber natürlich konnten wir Chiquitin keinesfalls so zurücklassen, das war unmöglich! Er hatte so schlimme Bissverletzungen am Kopf, dass wir ihn einfach nur dort herausholen wollten.

Als er bei uns im Tierheim ankam, untersuchten wir ihn erst einmal gründlich. Wir stellten fest, dass sich beim Atmen jedes Mal eine Luftblase auf der Stirn bildete und er neben den vielen Bisswunden am Kopf und an den Ohren auch eine schlecht verheilte alte Wunde am Ellenbogen/Bein hatte. Er musste dringend in die Tierklinik. Dort stellte sich glücklicherweise heraus, dass das Loch im Kopf nicht genäht werden musste und die Wunde am Bein zunächst mit einer Salbe versorgt werden konnte. Zudem hatte er eine große eitrige Entzündung im Nacken, die nur mit Antibiotikum heilen konnte.


Fotogalerie

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