Schaani
Schaani

Schaani

(geb. 12/2004, im Tierheim seit 2006)

Eine spanische Familie rief bei uns im Tierheim an. Sie beherbergten 60 Hunde. Sie wollten Futter und Geld von uns, da sie die vielen Hunde nicht mehr ernähren konnten.

Wir fuhren zu ihrer Plantage und waren entsetzt über die schreckliche Haltung der Hunde in den notdürftig gemauerten, winzigen Verschlägen. Der Gestank überall war grauenhaft. Einige der Hunde kamen bereits im Welpenalter in diese Verschläge hinein. Sie hatten danach keinerlei menschlichen Kontakt mehr, denn es gab keine Türen in den Verschlägen.

Futter und Wasser wurden über den Zaun hineingekippt. Die Tiere saßen in ihrem eigenen Kot und Urin, da der Spanier die Verschläge auch niemals reinigte. Wie auch – durch die fehlenden Türen kam er ja selbst nicht mehr in die Verschläge hinein.

Fauliges, stinkendes Wasser stand in verdreckten Behältern herum. Rüden und Weibchen waren gemischt - die Tiere gingen ständig aufeinander los. In jedem Verschlag lagen tote Ratten. Viele der Welpen, die dort zur Welt kamen, wurden von den Ratten gefressen oder starben in der schwarzen Kloake. Wir erfuhren, dass etliche Hunde schon viele Jahre so untergebracht waren.

Im Jahr 2006 konnten wir erstmals nach und nach 15 Hunde aus den Verschlägen befreien, darunter auch Schaani. Im August 2008 gab der Spanier dann endlich noch einmal 18 Hunde heraus.

Wir werden nie vergessen, wie Schaani und die anderen Hunde bei uns im Tierheim aus den Transportboxen kamen und ihre Nasen hoch in die Luft hielten. Sie rochen einfach nur die frische Luft, minutenlang – zum ersten Mal in ihrem Leben. Dieser Anblick brach uns schier das Herz!

Nachdem die geretteten armen Seelen ihr neues Zuhause bei uns bezogen hatten, überlegten wir stundenlang, wie wir die verängstigten und scheuen Hunde waschen sollten. Sie waren über und über voll Kot und Urin. Vom Geruch ganz zu schweigen. Aber sie ließen sich von uns nicht anfassen. Doch das Problem erledigte sich von selbst: am nächsten Morgen waren alle Hunde picobello sauber. Sie hatten sich die ganze Nacht hindurch geputzt und geleckt. Wir waren überwältigt und sprachlos.

Die Vermittlung all dieser Hunde war unmöglich. Sie waren durch ihre schlimme Vorgeschichte dermaßen ängstlich und scheu, dass wir sie nicht noch einmal aus ihrer gewohnten Umgebung reißen wollten. Außerdem brauchten sie sehr sehr lange, bis sie Vertrauen zu unseren Mitarbeitern gefasst hatten. Einigen von ihnen jagen fremde Menschen noch heute Angst ein. Deswegen bekommen Schaani und ihre Freunde ihr Gnadenbrot bei uns.

 

Update 03/2018

Schaani und ihr bester Freund Rick, mit dem sie seit 2008 eng befreundet ist, zogen vor einigen Monaten in unser Welpengehege. Das war nötig, da wir so überfüllt waren, dass unsere Hunde etwas zusammenrücken mussten. Wie sich schnell herausstellte, war das eine grandiose Idee. Schaani taute auf ihre alten Tage noch richtig auf und kümmert sich sehr liebevoll um den kleinen Hunde-Nachwuchs. Sie ist die perfekte Hunde-Omi geworden und wirkt recht zufrieden.

Schaani freut sich sehr über Ihre Patenschaft und bedankt sich schon jetzt mit einem herzlichen „Wuff“.

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