Piedro
Piedro

Piedro

Piero ist seit Juli 2008 bei uns im Tierheim

geb.: 05/2005 | männlich (kastriert) | Podenco Canario

 





Über die traurige Geschichte von Piedro hatten wir in unseren Infobriefen 03/06 und Infobrief 02/08 berichtet. Er konnte mit vielen anderen Hunden aus schlimmer Haltung befreit werden. 
Eine spanische Familie beherbergte unzählige Hunde auf ihrem Grundstück. Sie wollten von uns Futter und Geld, da sie die vielen Hunde nicht mehr ernähren konnten. Wir fuhren zu Ihrer Plantage und waren entsetzt über die schreckliche Haltung der Hunde in den notdürftig gemauerten, winzigen Verschlägen. Der Gestank überall war grauenhaft. Einige der Hunde kamen bereits im Welpen-Alter in die Verschläge hinein. Sie hatten danach keinerlei menschlichen Kontakt, denn es gab keine Türen in den Verschlägen. Futter und Wasser wurden über den Zaun hinein gekippt. Die Tiere saßen in ihrem Kot und Urin, da der Spanier die Verschläge niemals reinigte. Fauliges, stinkendes Wasser stand in verdreckten Behältern. Rüden und Weibchen waren gemischt, und die Tiere gingen ständig aufeinander los. In jedem Verschlag lagen tote Ratten. Viele der Welpen, die dort zur Welt kamen, wurden von den Ratten gefressen oder starben in der schwarzen Kloake. Wir erfuhren, dass etliche der Hunde schon viele Jahre so untergebracht waren. 
Ostern 2006 konnten wir erstmals nach und nach 15 Hunde aus den Verschlägen befreien, darunter auch der scheue und total verstörte Podenco-Rüde Piedro. Er war dort zusammen mit anderen Jagdhunden, unter anderem mit seinem Bruder Piero eingepfercht… Im August 2008 gab der Besitzer dann endlich noch mal 18 Hunde heraus. 

Fotos unten: Bilder von dem Verschlag

 
 
 

Mittlerweile ist Piedro etwas zutraulicher gegenüber Menschen, die er kennt. So zutraulich und schmusig wie sein Bruder Piero ist er aber nicht. In neuen Situationen, oder gegenüber fremden Menschen reagiert er nach wie vor total unsicher und zieht sich dann lieber gleich zurück. Ganz am Anfang, als die ganzen Hunde aufgenommen wurden, wohnte Piedro noch mit seinem Bruder Piero zusammen. Das ging einige Zeit gut, aber dann konnten sie sich nicht mehr so gut leiden und brauchten Abstand voneinander. Die gemeinsame, schlimme Zeit in dem Verschlag vorher, hat wohl beide sehr geprägt, besonders Piedro hat es nicht gut verkraftet. Es gab vor einigen Jahren mal eine Auseinandersetzung zwischen den beiden und von da an, wollten beide nichts mehr voneinander wissen und haben nun lieber Hündinnen als Mitbewohner.

Fotos: Piedro und Piero 2008

     


Für sein Alter ist Piero noch topfit, obwohl er ja langsam auch schon zu den Hunde-Opis zählt. Er liebt die gemeinsamen Spaziergänge vor dem Tierheim.

Mittlerweile ist Piedro insgesamt ruhiger und zutraulicher geworden,  besonders bei seinen Lieblingsmenschen, die er kennt. Aber sobald etwas Neues passiert, was er schlecht einschätzen kann, oder fremde Menschen auf ihn zukommen, wird er sofort wieder unsicher und läuft dann panisch auf und ab.

Fotos unten: Piedro 2017

     

Die vorherige, schlechte, isolierte Haltung hat diese Hunde aus den Verschlägen nachhaltig geprägt. Wir gehen davon aus, dass Piedro und die anderen Hunde, die wir damals befreien konnten,  bis an ihr Lebensende bei uns wohnen werden. Alle neuen Situationen und fremde Menschen sind für Piedro nach wie vor immer sehr stressig und er braucht immer lange bis er überhaupt Vertrauen zu jemandem aufbauen kann. Rüden findet er generell nicht so toll, die werden alle meist konsequent weggebellt.

Ein Flug und ein langer Transport nach Deutschland wäre für diese Hunde nicht zumutbar, daher ist das Tierheim, nach so langer Zeit bei uns, zu Piedros Zuhause geworden und er darf bei uns alt werden. 

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